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Unfallversicherung

Warum wird eine Unfallversicherung benötigt?

Um die Folgen einer dauerhaften Gesundheitsschädigung abzufangen oder abzuwehren, empfiehlt sich der Abschluß einer Unfallversicherung. In Deutschland geschehen jedes Jahr ca. 6 Millionnen Unfälle. Mehr als die Hälfte dieser Unfälle geschehen in der Freizeit oder im Haushalt. Im Gegensatz zur Arbeitsstätte und Schule werden diese Bereiche aber nicht von der gesetzlichen Unfall-versicherung erfasst. Die private Unfallversicherung bietet Schutz im Invaliditätsfall und im Todesfall.

Je nach Tarif umfasst diese Versicherung noch Leistungen wie Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, kosmetische Operationen sowie Übergangs- und Sofortleistungen bei Schwerverletzungen. Ohne angemessene Absicherung durch eine private Unfall-versicherung kann ein Unfall in der Freizeit oder im Haushalt daher für die Betroffenen gravierende Folgen haben, wie z. B. erhebliche Kosten für langwierige Reha-Maßnahmen oder den behinderten-gerechten Umbau der Wohnung. Diese Kosten werden durch die gesetzliche Krankenversicherung, die nur Behandlungskosten trägt, nicht übernommen, wohl aber durch eine entsprechend vereinbarte Unfallversicherung.

Bei Eintritt einer Unfallinvalidität kann der Verlust der Arbeitsfähigkeit durch eine Kapitalzahlung und/oder eine Rente kompensiert werden. Der dabei bestehende Invaliditätsgrad bestimmt die zur Auszahlung kommende Invaliditätssumme. Über 40% aller Bundesbürger haben bereits eine Unfallversicherung abgeschlossen.

 

Wer sollte ein Unfallversicherung abschließen?

Eine Unfalllversicherung ist notwendig für alle, die keine Berufs-unfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben oder keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, wie z. B. Berufstätige mit Vorerkrankungen, Rentner und Kinder. Bei einem schweren Unfall kann so der Einkommensverlust des Berufstätigen kompensiert werden. Für Rentner und Kinder erweitert sich der finanzielle Spielraum für die Behandlung und Spätfolgen des Unfalls.

 

Welche Unfallversicherung ist die Richtige?

Grundsätzlich unterscheiden lassen sich Einzelperson- und Familienunfallversicherungen. Die Einzelpersonversicherungen ermöglicht es dem Versicherungsnehmer, einen für seine Bedürfnisse maßgeschneiderten Leistungskatalog zusammenzustellen. Die Familienversicherung ist, auf die Einzelpersonen umgerechnet, für den Versicherungsnehmer die günstigere Variante, da hier die Versicherer mehrere Personen über einen Vertrag erfassen und so andere Beiträge kalkuliert werden können.

Der Familienunfallversicherung ähnlich ist die Gruppenunfall-versicherung. Hier können Arbeitgeber, Vereine oder Veranstalter als Versicherungsnehmer auftreten. Weitere Varianten sind die Kinder-Unfallversicherung, Kinder-Invaliditätsversicherung und die Seniorenunfallversicherung.

Eine besondere Form der Unfallversicherung stellt die Unfall-versicherung mit Beitragsrückgewähr dar. Hier ist die Versicherung mit einem Sparvorgang verknüpft. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit erhält der Versicherungsnehmer die eingezahlten Beiträge abzüglich der Versicherungssteuer und Teilzahlungs-zuschläge zurück. Diese Rückzahlung ist unabhängig davon, ob die Unfallversicherung in Anspruch genommen wurde oder nicht. Ferner wird durch die Versicherungsgesellschaft eine Gewinnbeteiligung gewährt.

 

Worauf muß ich achten?

1. Eine gute Unfallversicherung führt den Vertrag mit dem Versicherungsnehmer auch über dessen 65. Geburtstag hinaus weiter.

2. Ein Vergleich der sog. Gliedertaxe der verschiedenen Versicherungsgesellschaften ist zu empfehlen. Diese Taxe bestimmt den Invaliditätsgrad (in %), der für den Verlust oder die Einschränkung der Funktionsfähigkeit eines Körperteils oder eines Sinnesorgans festgestellt wird. Der Invaliditätsgrad bestimmt Umfang und Höhe der Versicherungsleistung.

3. Beim Abschluß einer Familienpolice wird ein deutlicher Mengenrabatt eingeräumt. In Abhängigkeit von der Zahl der Familienmitglieder lassen sich Einsparungen von 20% bis 30% realisieren.

4. Bei Abschluß einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sollte man darauf achten, dass die zu zahlenden Beiträge die einer herkömmlichen Unfallversicherung nicht deutlich übersteigen. Ansonsten sollte man den Verzicht auf die Beitragsrückgewähr in Erwägung ziehen.


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