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Warum
wird eine Privathaftpflichtversicherung
benötigt?
Jedem kann es passieren, dass er einen Moment nicht aufpasst und ein Dritter hierdurch geschädigt wird. Für diese Schäden bei Dritten haftet man mit dem gesamten Vermögen und bis zur Pfändungsgrenze auch mit dem Einkommen. Daraus resultieren u. U. langjährige Zahlungen bis zum Ausgleich des Schadens. Solche fahrlässig verursachten Schäden werden durch eine Privathaftpflichtversicherung aufgefangen. Sie ist daher für jedermann zu empfehlen.
Die Privathaftpflicht kann auch den Ehepartner und Kinder versichern und bietet dann einen Rundum-Schutz für die Familie. Bestandteil der Haftpflichtversicherung ist auch eine Teil-Rechtschutzversicherung. Sie trägt damit nicht nur berechtige Schadensforderungen, sondern leistet auch eine Abwehr unberechtigter Ansprüche, gegebenenfalls auch vor Gericht. Dabei anfallende Anwalts- und Gerichtskosten werden von der Versicherung übernommen.
Wer
sollte eine Privathaftpflichtversicherung
abschließen?
Die Prämien, die für eine Privathaftpflicht
zu bezahlen sind, stehen in keinem Verhältnis
zu dem Risiko, fahrlässig
einen hohen Schaden zu verursachen. Daher
sollte jeder Erwachsene eine Privathaftpflichtversicherung
abschließen. Dies gilt auch für
junge Berufstätige, da die Mitversicherung
als Kind begrenzt ist bis zum Ende der
schulischen Ausbildung und der ersten
Berufsausbildung. Lebensgemeinschaften
ohne Trauschein können ebenfalls
gemeinsam in einer Police versichert sein.
Der Versicherungsgesellschaft muß
man diesen Sachverhalt aber vor Eintritt
eines Schadensfalles mitteilen und nachweisen.
Besondere Regelungen gelten für
Haustiere. Schäden, die durch Katzen,
Meerschweinchen oder Vögel verursacht
werden, sind durch die Haftpflicht des
Versicherungsnehmers abgedeckt. Für
größere Tiere wie Hunde, Pferde
oder Rinder ist der Abschluß einer
eigenen Tierhalter-Haftpflichtversicherung
erforderlich.
Welche
Privathaftpflichtversicherung ist die Richtige?
Ein gründlicher Vergleich der verschiedenen Gesellschaften zeigt auf, welches Angebot das beste Preis-Leistungsverhältnis ergibt. Generell sollte dabei eine Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden vereinbart werden. Die Versicherung sollte eine Jahresprämie von 40-50 Euro für Alleinstehende und ca. 130 Euro für Familien nicht überschreiten. Eine Selbstbeteiligung ist empfehlenswert, da ein Selbstbehalt langfristig deutlliche Beitragseinsparungen ermöglicht. Die Meldung mehrerer (auch kleiner) Schäden kann zudem dazu führen, daß der Versicherer den Vertrag kündigt. In der Folge ist es dann oft schwierig, einen neuen Versicherer zu finden.
Worauf
muß ich achten?
Heute sollte eine Privathaftpflichtversicherung für einen umfassenden Schutz einige wichtige Zusatzleistungen bieten:
1. Die vom Vertrag abgedeckte Schadenssumme sollte mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen. Empfehlenswert sind 5 Millionen Euro oder mehr.
2. Besonders wichtig ist eine Ausfalldeckung. Erleidet ein Versicherungsnehmer einen Schaden durch Dritte, die selbst über keine Privathaftpflichtversicherung verfügen, werden der Schaden und daraus entstehenden Kosten durch die eigene Privathaftpflicht übernommen.
3. Eine Privathaftpflichtversicherung für Familien sollte eine Vereinbarung zur Deckung von Schäden enthalten, die durch deliktunfähige Kinder entstehen. Als deliktunfähig gelten Kinder in einem Alter bis sieben Jahre.
4. Schäden, die man durch Gewährung einer Gefälligkeit (Hilfe beim Umzug, Mitarbeit auf privaten Baustellen etc.) verursacht, werden von vielen Versicherern nicht übernommen. Man sollte darauf achten, dass der Versicherer eine Deckung solcher Schäden übernimmt.
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